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Die Schlüsselblume schließt den Frühlingshimmel auf

Die Primel ist ein erprobtes Hustenmittel

Goldgelb. So blühen die Schlüsselblumen ab April auf den Wiesen und im Wald. Die Himmelsschlüsselchen, wie der Volksmund sie nennt, schließen den Frühlingshimmel endgültig auf. Der Begriff „Primel“, wie die Schlüsselblume auch genannt wird, kommt von „prima“, was lateinisch „die Erste“ bedeutet.

Primelchen blühen im Garten als auch in der freien Natur. Zwei wild wachsende Arten sind besonders bekannt: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) wächst auf trockenen bis wechselfeuchten Wiesen. Sie hat am Grund ihrer gelben Blütenblätter einen orangenen Fleck. Von ihr unterscheidet sich die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) durch eine hellere Färbung, ihr fehlen die orangenen Flecken. Diese Art wächst an feuchten Stellen und kommt oft in Laubwäldern vor. Die bekannten Alpen-Aurikel wachsen in den Bergen an kalkigen Standorten. Daneben gibt es zahlreiche Schlüsselblumen-Arten, die nur in höheren Lagen der Berge vorkommen. 

Keine Selbstbestäubung durch ausgeklügelte Blütenanatomie

Die Schlüsselblume hat einen außergewöhnlichen Mechanismus entwickelt, damit sich die Blüten einer Pflanze nicht mit ihrem eigenen Pollen bestäuben: So gibt es Pflanzen mit langen Griffeln und gleichzeitig kurzen Staubblättern. Bei anderen Pflanzen kehren sich die Verhältnisse um, sie haben kurze Griffel und lange Staubblätter. Dieses Phänomen nennen Fachleute Heterostylie (Verschiedengrifflichkeit). Der Sinn liegt in der räumlichen Trennung der Fortpflan­zungsorgane innerhalb einer Blüte, um Selbstbestäubung zu verhindern und den Austausch des Pollens zu fördern. Das funktioniert so: Die Blüten scheiden ihren Nektar am Blütenboden ab, nur Insekten mit einem langen Rüssel - wie Hummeln oder Schmetterlinge – können sie deshalb bestäuben. Saugt beispielsweise eine Hummel an einer Blüte mit kurzen Staubblättern, berührt sie mit dem Kopf die Narbe und mit dem Rüssel die Staublätter, wodurch dieser mit Pollen bedeckt wird. Besucht sie nun als nächstes eine Blüte mit langen Staubblättern, so befindet sich jetzt die Narbe an der Stelle, an der der Pollen den Rüssel bedeckt, die Bestäubung findet statt. Eine genaue Erklärung der Heterostylie mit Grafik findet ihr hier.

Natürliches Hustenmittel

Die Schlüsselblume hilft dank ihres Gehalts an Saponinen hervorragend gegen Husten.  Saponine sind Inhaltsstoffe von Pflanzen. Wenn sie mit Wasser in Verbindung kommen, bilden sie Schaum. Manche Pflanzen enthalten so viele Saponine, dass man sie als Waschmittel verwenden kann (z.B. die Kastanie).

Für einen Schlüsselblumen-Tee verwendet man am besten die Blüten und die Wurzel. Die Blüten erntet man im Frühling, kurz nach dem Aufblühen. Die beste Erntezeit für die Wurzeln ist jedoch der September, sodass man entweder Wurzeln oder Blüten trocknen muss. 

Die Wurzeln wirken aber nicht nur gegen Husten sondern sind auch harntreibend, weshalb sie in der Volksmedizin gegen rheumatische Beschwerden genutzt werden.


Steckbrief

Deutscher Name: Schlüsselblume oder Primel

Wissenschaftlicher Name: Primula veris / Primula elatior

Pflanzenfamilie: Primelgewächse (Primulaceae)

Blütezeit: April - Mai

Inhaltsstoffe: Hauptwirkstoff ist Saponin, daneben ätherische Öle, Flavone

Mögliche Verwendung: Tee gegen Husten und Rheuma, verwendet werden vor allem die Wurzeln, aber auch die Blüten sind möglich

Besonderheiten: Die Blüten haben einen raffinierten Mechanismus, der Selbstbestäubung und damit Inzucht verhindert (Heterostylie).


Wichtiger Hinweis

Wer Wildpflanzen selber sammeln und nutzen möchte, muss die Pflanze sicher erkennen können um eine Verwechslung mit giftigen Pflanzen auszuschließen. Bei Unsicherheit unbedingt von der Nutzung absehen oder eine Expertin/einen Experten fragen. Die Informationen auf dieser Seite sind sorgfältig recherchiert. Dennoch übernehme ich keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte. Die vorgestellten Hausmittel ersetzen in keinem Fall einen Arztbesuch. Die Anwendung erfolgt immer auf eigene Verantwortung.

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