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Winterspaziergang: Die Wunderwelt der Moose und Flechten entdecken

Bei unserem Spaziergang  im Winterwald gab es heute jede Menge Schnee und zur Freude der Kinder sogar Eiszapfen. Bei genauem Hinschauen konnten wir aber auch einiges  an Grün entdecken - und das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Moose und Flechten sind mir besonders ins Auge gestochen, denn ohne die üppige Krautschicht  kommen sie im Winter besonders gut zur Geltung.

Flechten - faszinierende Doppelwesen und Bioindikatoren

Flechten sind eine Lebensgemeinschaft zwischen einer Alge und einem oder mehreren Pilzen. Eine Symbiose. Pilze alleine könnten keine Photosynthese betreiben. In der Symbiose mit einer Alge ist dies jedoch möglich, da die Algen Chlorophyll besitzen und so der Flechte Kohlenhydrate als Nahrung liefern.  Im Gegenzug dafür schützt der Pilz die Algen vor zu starker Sonneneinstrahlung und zu rascher Austrocknung.

Viele Flechten wachsen auf Baumstämmen, auf Steinen oder Mauern. Man findet sie aber häufig auch an Stellen mit extremen Bedingungen. So ertragen Flechten sehr hohe und sehr niedrige Temperaturen, können zeitweilig ohne Wasser auskommen und dem Wind trotzen. Daher gibt es Flechten in fast allen Lebensräumen: In der Stadt ebenso wie im Wald, in der Wüste ebenso wie im Hochgebirge.

Keine große Toleranz zeigen Flechten allerdings gegenüber Schadstoffen in Luft und Wasser. Da sie keine Wurzeln haben, nehmen sie Wasser und Nährstoffe ungefiltert über ihre gesamte Oberfläche auf. Auf diese Weise gelangen auch Schadstoffe wie beispielsweise Schwermetalle in die Flechte. Schon bei einer geringen Schadstoffkonzentration verändert sie sich - zunächst gedeiht sie nicht mehr gut, später geht sie ein. Diese Empfindlichkeit der Flechten gegenüber Schadstoffen nutzen Wissenschaftler und verwenden Flechten als Indikator für die Luftqualität. Vereinfacht gesagt: Dort wo viele Flechten wachsen, ist die Luft sauber.


Moose - weiche Polster im Wald filtern Schadstoffe aus dem Wasser

Auch Moose kann man im Winter ganz einfach im Wald finden. Viele bilden große Polster auf dem Boden oder an Steinen. Auch auf Baumstämmen oder Totholz gedeihen sie gut. Besonders üppig aber wachsen Moose in der Nähe von Wasser. Wie die Flechten haben auch diese Pflanzen keine Wurzeln. Sie nehmen Wasser über ihre gesamte Oberfläche auf und absorbieren so auch Schadstoffe aus der Luft und aus dem Wasser. Dadurch wirken Moose wie ein Wasserfilter und sorgen in Wassereinzugsgebieten für sauberes Quellwasser. 

 

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